Sammlungen



Sammlung Uwe Scholz (1958 - 2004)

Es ist eine besondere Freude, dass die Sammlung des Choreografen Uwe Scholz durch den Eingang in unser Archiv an seiner letzten und bedeutendsten Wirkungsstätte, in der Stadt Leipzig verbleibt. Der 1958 geborene, weltweit bekannte Tänzer und Choreograf war seit 1991 Ballettdirektor und Chefchoreograf der Oper Leipzig. Im Jahr 2004 verstarb er nach schwerer Krankheit im Alter von 45 Jahren.

Sammlung Erich Janietz (1903 - 1995)

Das Tanzarchiv Leipzig konnte eine weitere Sammlung in seinen Bestand aufnehmen: den Nachlass von Erich Janietz.
Erich Janietz ist v.a. bekannt durch seine Bemühungen um den deutschen Volkstanz. Gemeinsam mit Ludwig Burkhardt, Herbert Oetke, Julius Blasche u.v.a. gehört er zu den führenden Persönlichkeiten der Volkstanzbewegung vor und nach dem Zweiten Weltkrieg.

Ilse Loesch (1909 - 2006)

„Der Tanz ist eine Kunst, in der Körper, Gefühl und Verstand einander bewegen, fordern und schöpferisch machen.“ (Ilse Loesch)

Die deutsche Tänzerin und Tanzpädagogin war eine Schülerin Rudolf von Labans und arbeitete lange Zeit mit Jenny Gertz zusammen.

Thomas Lehmen (geb. 1963)

Mit der Sammlung Thomas Lehmen präsentiert das Tanzarchiv Leipzig e.V. erstmals die Arbeitsmaterialien eines zeitgenössischen Choreografen. Thomas Lehmen zählt spätestens seit seinem Erfolgssolo distanzlos (1999) zu einem der wichtigsten zeitgenössischen Choreografen Deutschlands.

Rudolf von Laban (1879-1958)

„Alles Sein ist Bewegung. Alles Handeln ist Tanz. Im Sein herrscht der Rhythmus der natürlichen Kräftebeziehungen. (...) Der tänzerische Sinn gestattet dem Menschen den klaren Einblick in die rhythmische Beschaffenheit des Naturgeschehens und ist das Mittel, um den natürlichen Rhythmus in künstlerisch-kulturelle Wohlgeordnetheit zu verwandeln.“ (Rudolf von Laban)

Mary Wigman (1886-1973)

„Wir wollen die Eroberung des gesamten Theaters von der tänzerischen Geste aus(…) rhythmisch-beschwingtes und beschwingendes Theater (…)“ (Mary Wigman)

Mary Wigman begann ihre tänzerische Laufbahn als Schülerin von Emile Jaques-Dalcroze in Hellerau und Rudolph von Laban in München und Zürich.

Gret Palucca (1902-1993)

„Ich will nicht hübsch und lieblich tanzen!“ (Gret Palucca)

Bekannt wurde die berühmte deutsche Tänzerin v.a. durch die pädagogische Arbeit in ihrer eigenen Schule, die sie 1925 in Dresden gründete.

Jean Weidt (1904-1988)

„Mein Thema wird auf der Straße und in den Fabriken geboren, in meinen Träumen und Hoffnungen um eine schönere Zukunft.“ (Jean Weidt)

Jean Weidt, 1904 als Hans Weidt in Hamburg geboren, bereicherte den Ausdruckstanz um eine politische Dimension.

Kurt Petermann (1930-1984)

Die Sammlung illustriert in eindrucksvoller Weise die Arbeit Kurt Petermanns, Gründer des Tanzarchivs Leipzig. Aus den Hinterlassenschaften seiner jahrelangen Arbeit rekonstruiert sich die Geschichte des Tanzarchiv selbst.

Fritz Böhme (1881-1952)

„Kosmischer Rhythmus, geformt im Rhythmus des menschlichen Leibes, ist der Tänzer.“ (Fritz Böhme)

Der aufgrund seines Wirkens im Nationalsozialismus umstrittene deutsche Tanzkritiker und –theoretiker studierte Literatur und Kunstgeschichte in Berlin.

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